Wem tut Yoga gut?
„Derjenige, der unermüdlich Hatha-Yoga in all seinen Aspekten übt, hat Erfolg, egal ob er
jung, alt, greisenhaft ist, oder sogar krank und schwach.“ (Hatha Yoga Pradipika, I, 64)
Vielleicht haben Sie bis jetzt gedacht, dass Yoga für Sie zu kompliziert sei, wenn Sie in den
Zeitschriften und Büchern Yogahaltungen gesehen haben, die Ihnen eher für Athleten oder
Kunstturnerinnen geeignet schienen. Gleichzeitig aber machen immer mehr Menschen Yoga. Sind sie alle besonders gelenkig?
Nein, denn seitdem der Yoga in den Westen kam, werden die in Indien überlieferten
Yogahaltungen den Bedürfnissen der Übenden in Europa und den USA angepasst. Die
Menschen in Indien haben andere Lebensumstände – zum Beispiel hat dort so gut wie
niemand Mühe, lange auf dem Boden zu sitzen –, sie haben andere klimatische
Bedingungen und vor allem ernähren sie sich grundlegend anders. Aus diesem Grund sind
sie zumeist wesentlich beweglicher als die Bewohner westlicher Länder.
Das bedeutet gerade für Yoga-Basis-Kurse dass die Übungen etwas vereinfacht und in
viele Schritte aufgeteilt wurden, damit wir sie stufenweise lernen können, und zwar in dem
Tempo, in dem UNSERE Beweglichkeit und Kraft zunimmt.
Daneben gibt es heute aber auch viele Yogakurse, die für junge Menschen gedacht sind, die
sich wirklich »auspowern« wollen. Sie sind körperlich oft sehr anspruchsvoll und das Üben
ist meist ziemlich schweißtreibend. Alle, die körperlich fit sind, die sehr beweglich sind oder
die es gerne mögen, wenn sie so richtig gefordert werden, finden eher in solchen
Yogakursen das Richtige für ihre Bedürfnisse.
Die Übungen eines Yogakurses – egal ob für echte Anfänger, für weniger Geübte, für
Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder für Fortgeschrittene – sollten immer so
ausgewählt sein, dass Sie Ihnen nicht nur mehr Wohlgefühl in Ihrem Körper vermitteln,
sondern Sie auch darin unterstützen, kraftvoller, energiegeladener und gelassener zu
werden.
Text und Rechte: Anna Trökes, Dezember 2008 |